[ 1]  Die Examinationes simplicium müßten geschehen
[ 2]  in dem wir sie erstlich durch alle qualita–
[ 3]  tes sensibiles durchfuhren und bey einer ieden
[ 4]  soviel muglich den gradum determiniren.
[ 5]  Als denn müßen wir sie soviel mü–
[ 6]  glich per se tractiren durch preßen, perco–
[ 7]  liren etc. distilliren mit lufft item mit
[ 8]  feuer, und dann vermischen mit solventibus,
[ 9]  reagentibus. Und als denn ebenmaßig
[10]  die qualitates omnes
combinati
combinare
und deren
[11]  gradus annotiren.       
[12]  Sonderlich wird operae pretium seyn
[13]  aller dinge colores ad lapidem lydium
[14]  ligni Nephritici zu probiren.       
[15]  < De saporibus mus vor allen dingen ein
[16]  < mittel und weg gefunden werden.       
[17]  Wir müßen suchen ob wir menstrua
[18]  finden nur vor dulcia, oder acida,
[19]  oder salsa, etc. allein, und dadurch
[20]  auch die gradus zu finden.       
[21]  So mus man auch achtung haben
[22]  < ob denn etwas wahrhaffts aus den
[23]  signaturis rerum zu nehmen, wo
[24]  es wahr, wehre es ein illustre docu–
[25]  mentum providentiae.       
[26]  Man mus in den thieren unzehliche ana–
[27]  tomien thun, so wohl lebendig als todt.       
[28]  Man muß anfangen auf der thiere
[29]  kranckheiten beßer acht
[30]  zu geben als bishehro geschehen, denn gleich–
[31]  wie Steno recht sagt, daß wir
[32]  aus den thieren die ganze anatomiam
[33]  hodiernam gelernet, so könten wir auch
[34]  aus den thieren vollends die pathologiam
[35]  lernen, denn wir können sie aufschneiden
[36]  und examiniren wenn und wie wir wolen.
[37]  Und würde die Republick dem parti–
[38]  culier so seyn thier zu gemeinen nuzen
[39]  hehrgiebt, es bezahlen.        Insgemein
[40]  geben wir fast nur allein auf der pferde,
[41]  und wenig ander thiere kranckheiten
[42]  acht.       
[43]  Wir können auch an den thieren die
[44]  therapeuticam leicht und ohne gefahr
[45]  versuchen sonderlich wenn wir ihre kranc–
[46]  kheiten beßer zu erkennen angefangen.
[47]  An den thieren konnen wir mit arzneyen
[48]  proben thun wenn wir wollen, und daraus
[49]  proportione vom Menschen schließen,
von
[50] 
dem thier
an dem Menschen
aber nicht.       


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