[ 1]  Witsen pag. 269. Eine auffgerolte vlag, hinden aus, bedeut daž iemand der nicht am bord ist, geruffen wird, oder
[ 2]  sonst eine sach von nÜthen hat. De vlag ter halVer steng beteekent een
dode
doode
te scheep. Wann das schiffvolck
[ 3]  rebel ist, so in langen vaerten bis weilen geschiht, sind sie gewohnt alle vlaggen zu streichen, und das gečžje oder vlaggetje von
[ 4]  de blinde steng allein wehen zu lažen. [S. 270] Aus alten Hehrkomen streichen die staat schiffen vor Englischen orlogs schiffen, haren top-vlag
[ 5]  en
overseil
overseegel
, en dat ter halver steng. Schiffen der republicken begrčžen erst kÜnigliche. Und solches mit schiežen, it
[ 6]  achter umb zu lauffen, boot aužsezen, etc. doch ohne Zwang. Will man achter umblauffen, so schiežet man alsdann, erst wann, man herumb
[ 7]  ist. Jeder Konigs viceadmiral grčžet die Staten amiral mit gleichen schiežen. Wenn man in einen vremden hafen komt,
[ 8]  grčžet man auch, und sie antworten, doch ohne verbindung. Das Seegel streichen, ist minder als das flagge streichen, denn
solch
thun?
es die
[ 9]  Konige ehe zu geben. Kauffardey schiffe, so fremde orlogs schiffe,
ent
begegen
grčžen sie in see. Wenn man die flagge streicht
[10]  lažet man das segel stehen, beyde streichen ist uberflčžig. Dieweil aber die wenigsten schiffe flaggen fčhren, werden die segel
[11]  mehr gestrichen. [S. 271] Vor diežen pflegten auch gemeine Staaten orlogs schiffe flaggen zu wehen, aniezo aber umb streit zu vermeiden
[12]  unterlŐst mans. Venetianische schiffe werden von staten schif erst begrčst, sie pares?, weil solches die Őlteste republick. Genuesische aber
[13]  hingegen
mčžen
sollen
erst grčžen. In fremden haven ist?so? komen? drinnen? fremde eher zu beweisen schuldig. Wenn orlog schiffe scheiden schiest
[14]  der geringere erst. Republicken erwarten erst, das gružen der schiffe der Heren so minder als Konige.         In aus gehen aus fremden hafen
[15]  ist man nicht schuldig ehre zu beweisen denn kastell von orlogs schiff man pflegts doch offt zu thun.       
[16]  Bey den franzosen wird dieses gehalten daž keine amirals vlagge auffgesteckt wird, es were denn eine flotte von 20 orlogs schiffen
[17]  umb solche vlagg zu vertheidigen. Und zweilf wehrbar orlogs schiffe mužen seyn, daž eines franzen viceamirals oder schulz bey nacht
[18]  vlagge auffgesteckt werde. Von welche schiffen den geringsten fčhren mus 36 stčck.       
[19]  [S. ] Vor einen nicht čber
auff
lauffen, ob man schohn kan, wird vor eine hofligkeit zur see gehlaten. [S. 273?] Die Hinterflagge
[20]  wird nimmer gestrichen als wenn ein schiff čbermannt. pag 272. etc       
[ 1]  Beschreibung von einem Hafen von Texel Witsen pag 481       
[ 2]  [S. ] De Navi
in
Neuwensil lacu reperta relatio, quam Nic. Stenonis misit ex Mso Francesci Gualdi antiquitatem? miosi? Card. prosper colonna dominus
[ 3]  lacus?lueg?, cum ab in?colis
id
is
didicisset in eo latere naves duas veteres summersas vocavit
Leut
Klein. Buet.
Albertum, qui extrahi curavit. Es brach im aus–
[ 4]  ziehen, und ward nur en theil herausgezogen. Aus holz Laryp?geryp? bedeckt mit eine krust. Beschlagen mit blatten von bley und metallen
[ 5]  Nagelen. Inwenidg das holz mit krijt bestrichen, eins finger dick, op ander twee, auff drees plaister,
wiederumb
gegožen
[ 6] 
eisen, ? und uber den eisen weil es no, wiederumb
bleyster von krijt, daž es also eine krust machte. Man fand
[ 7]  einige
kupf
bleyerne
loude buysten (bleyerne)
mit baps eben daraus man schlagt daž es zu zeiten kaysers Caligulae. 3 nageln,
[ 8]  und ein stuck von holz laeip so unter wažer nicht verrost, neben einen plaister von metall langer den ? halm und breiter
[ 9]  als ein halber halm darinn einige pferde auffs beste abgebild waren, so eine jagt bedeuten solten aber ziemlich durch
[10]  die Zeit anschleigten ? hatt der Herr Marcgraf Franzipani herr des orths gegeben an den
Cusien
Cabinet
von den Ritter Gualdi, em daer ?
[11]  arm signo Maist Lodewijck de XIV konig von franckreich; welches mit andern ungemeinen
N
von taten
berichtet wird in
[12] 
in Diem
Convent von Franciscus von panta?paula? auff den Berg Pincius zu Rom.       
[ 1]  [S. 266] Die schiff segeln am besten die am schwersten in der mitt geballast (pag 266)       
[ 2]  Unser kriegs schiffe oben gebogen, dann daraus eine grožere menge personen fechten kan, und ihnen mehr am fechten als segeln gelegen.       
[ 3]  Kriegs schiff so oben naeuw (+ puto eng +), dieweil sie nicht leicht geentert werden konnen, dann ihre
puti
puilende
buiken
[ 4]  machen das boort zu springlich aber hingegen
haben sie der as
, alsse
ob
ov
op
't zy legen meerder hellen on lijchter water von der
[ 5]  seiten opnehmen.       
[ 6]  [S. 274] Ich erinnere mich segt Witsen pag 274, daž ich in einen schiff der windhund genant nach Riga fuhr. Diež schiff seegelte
[ 7]  troz enien? des ganzen landes. Aber sobald wier, mit unseren reis Zeug das schiff beladen giengs auch andere schiff, die
[ 8]  doch ihre volle ladung hatten, bežer als unseres.       
[ 9]  Viele schiffe in Barbarien gebaut, die auff den staab gehen, sind vorn und hinten so geschoort, daž sie anstatt von lossche in houten, gaffel
[10]  stčcken
auff
op
op
die
kr?
kiel
hebben staen, die onder mit leemiger aerde gevult seyn: vooren zwaer seil, en hun boegen
[11]  seyn
rontachtig
rondachtig
. Soo dat de schot des waters na aen het hart van 't schip erst gestuit word, als het schip
[12]  de
zeebar
zeebaer
schier over ist
also
die
segeln sehr geschwind, welches unse kauffleite mit schaden erfahren. Ihre
masen
masten
[13]  sind gaef, und von guth holz, bežer als das nordsche.       
[14]  Bey still wažer is het even eens, von was gestalt das shiff vorn ist plat, rond oder spiz, dann als dann wenig
[15]  wažer to verdouwen falt, ronde boegen anders sinst brecken am besten den anfall der golfen.       
[16]  [S. 276] Wann ein geschehen Loch unter wažer von innen nicht kan
gleich
gestopt werden, als wenn etwa die last im wege stehet, so thut
[17]  man (+ unterdessen +) diežes: man lŐžet einen man aužer bort mit ein prop in der hand auff ein planckjen gesezt daer en dreg
[18]  aen vast ist, die hem onde wažer haelt. En alduž stopt af deckt hy die ophening. Man
geheft
geeft
hem
[19]  en geolid lap (+ oleo imbutum +) in de Mond, omt water uyt lichaem te weren. Diež muž in der Eil geschehen, und der
[20]  man geschwind wieder ubers wažer gezogen werden (+ videndum an non feri possit, ut aqua intrans secum ferat aliquid
quod
injectum
[21] 
quod
inflatum locum du? [+)]. En kabel von zoofaden hat mehr als 3 mahl sovil kraft von a?hen umb zu ge? zu weren, als einer ?ren hunds ten?.       
[22]  [S. ] Es ist nicht das geringste miraculum der schiffart, daž ein ancker mit seinem kabel daž schiff fest hŐlt, welches wohl 3 oder 400
[23]  mahl mehr wiegt als der ancker mit seinem kabel. Es scheint man habe dieses von den
kreften
kreeften
(+ an kreebsen ? +) ge–
[24]  lernt welche in sturms Zeit sich mit ihren fabten am grund anckern umb nicht gegen klippen geschlagen zu werden.
Das gewicht der
Die winkel der
armen mužen scharff ecken gnug fallen auff die roede, sonst (+ wen sie wie perpendicular auff den grund +) werden nicht
[25]  eingehen, wie ein nagel ins holz eingeschlagen. [S. 277] Ihr gewicht thut viel
zu ein
dazu
daž sie in den grund gehen. Und ie mehr der winkel
[26]  der armen
Zu
zu
der roede scharff ist, ie mehr das gewicht vom ganzen ancker auff der Klau ruhet, und also dieffer ingehen
[27]  soll. Hierbey kan man mercken, wann das ancker den grund erst rčhret, und platt darauff liegt daž wann der strick
[28]  beginnt zu ziehen und die ruthe
? das
ob
auffgehoben
wird lastende die zwey armen lŐngs den grund glijden
[29]  (+ glitschen +), daž sie also alzet? vort ritschen solten, wenn sie nicht die drey
eckigten klauen des
winckeligten Klauen
[30]  des grundes ungleichheit befindende, de eene wat mehr, de andere was min hechtede - tot dat de roe
or
op
de armen
[31]  die 't meest in de grond vast ist, begint de
draien
draeien
en sich te verheffen, 't welck danen na mate dat het
[32]  ancker voortgetrocken
wi?rd
word
doer de scherphoeckigkeit, die de arm mit de roede maeckt, de klaue doet
[33]  in de grond sincken. Ein ancker
soll
mit
einer langen ruthe wird fester halten als mit einer kurzen, dieweil eine lange
[34]  ruthe vom schiff bewogen, mehr bewegung an den sand bringt, als eine kurze, und also halt der ancker fester.       
[35]  Die anckersstock die mit yserne spyen
aent
aen 't
ancker by de ring, vast gemaeckt word, behoorde solangen?
[36]  nach vieler meinungen, als die ruthe zu seyn, und etwa
die
ein
funftheil des gewichts des anckers zu wiegen.Dieses holz
[37]  helfft mit, daž der ancker einer der armen ruhte om dat belet (quia vetat) das der ancker nicht ganz platt
[38]  nieder liegt. Und also werden die Klauen gezwungen ins land zu graben, sowohl auch derweil ein Holz
ein
im
wažer
niit
noit
over eint
[39]  maer waterpaž tracht to drijven. Den anckerstock dan waterpaž sijnde, dwingt de eene klauw op 't sand te
[40]  staen, en by gevolg in de grond zu bohren. Hat? wenn das
schiff
maer
still und ohne wind und ohne strohmen so kan man nicht
[41] 
ancker werffen
anckern
. Ein ancker zu einem grožen schiff nach proportion kleiner als zu einem kleinen. Denn ein grož schiff ohne das
[42]  das wažer viel wiederstehet, und was einen kleinen tempest ist, ist einen grožen guther wind.         [S. 278] Man hohret selten daž
[43]  Kabel von 18 bis 20 daum in der runde reižen, mažen ein dunnen towen in? ein man oder 2 krafft wiederstehet, was sollen 300 solche
[44]  do reije? nicht thun kÜnnen. Item ein langer kabel ist schwehrer zu spannen, also auch schwehrer zu reižen. 4 man
[45]  sollen kaum ein tow spannen kÜnnen, so ein mann tragen kan. Man wird lieber 2 kabels
[46]  an einen ancker thun?, als 2 ancker auswerffen, denn das schiff nur einen ziehet, und die


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